Das Rather Modell fördert Jugendliche in schwierigen Lebenslagen

Die Schulverweigerungsgruppe der Martin-Luther-King-Schule des Rather Modells besuchen 25 Jugendliche, die ihren Schulen langfristig fernblieben und durch die üblichen Maßnahmen wie Gespräche, Kontaktaufnahme zu den Familien, Einschalten des Jugendamtes, Ordnungsmaßnahmen etc. nicht zum Schulbesuch zu bewegen waren. Die Jugendlichen haben aufgrund ihrer Schulverweigerung teils mehrere Klassen wiederholt und befinden sich im 8., 9. oder 10. Schulbesuchsjahr.


Sie verfügen meist über ein negatives Selbstbild, schätzen ihren persönlichen Wert und ihre Leistungsfähigkeit häufig als sehr niedrig ein. Die Ursachen für Schulabsentismus sind komplex. Folge solcher Schulkarrieren sind Beziehungs- und Lernprobleme in der Schule, die zu Schulleistungsversagen führen und meist ab der Orientierungsstufe manifest werden. Es kommt zum mehrmaligem Wiederholen einzelner Klassen, wodurch die Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulvermeidungshaltung bestärkt werden.

 

Das Projekt "Halle 14" hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Schülergruppe an einem schuluntypischen Lernort, einer Gewerbehalle im Stadtteil Oberbilk, eine neue Chance zu geben. Dieses Projekt profitiert in besonderem Maße von der Kooperation der Schule mit der Jugendberufshilfe Düsseldorf. Die Jugendlichen lernen und arbeiten in Form von Grundlehrgängen in den schriftlichen Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Die anderen schulischen Fachgebiete werden in Form von individuell konzipierten Unterrichtskonzepten vermittelt.


Darüber hinaus wird den Schülerinnen und Schülern durch Mitarbeit in einer Schülerfirma und der Förderung der Kreativität und der handwerklichen Fertigkeiten die Gelegenheit gegeben, ihre Stärken zu erkennen und weiter zu entwickeln.

 

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